Mit seinem Holz, dem runden Dach und den blauen Fensterläden sieht er aus wie ein schmuckes Gartenhäuschen: der neue Bauwagen, den das Jugendhaus Oase künftig Jugendlichen ab 16 Jahren vermietet. Am Donnerstag wurde er offiziell an seinem Standort im Luterbach – zwischen Beachvolleyball- und Fussballfeld – eingeweiht.

mel. «Noch ist nicht alles fertig eingerichtet und wir möchten einige Dinge anpassen, aber wir finden den Bauwagen bereits jetzt super», sagte David. Der 16-Jährige ist einer von sechs Jugendlichen, die seit Frühjahr 2025 stolze Mieter eines umgestalteten Bauwagens im Luterbach sind. Angeschafft vom Jugendhaus Oase, soll der Bauwagen Jugendlichen einen autonomen Treffpunkt bieten. Am Donnerstagabend wurde er feierlich eingeweiht und der Standort dafür könnte nicht perfekter sein: Zwischen dem Beachvolleyballfeld und dem Fussballplatz haben die Jugendlichen allerhand Möglichkeiten, sich als Gruppe zu treffen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Wie wichtig ein solcher Ort ist, zeigt sich auch an den neuen Tagesrhythmen: Seit die reguläre Schulzeit vorbei ist, ist es für diese Altersgruppe immer schwieriger geworden, sich zu treffen. «Niemand hat mehr gross Lust, nach 19.00 Uhr noch weit wegzufahren. Man ist müde vom Tag. Der Bauwagen gibt uns einen Raum, in dem wir uns an Freitagabenden und Samstagnachmittagen treffen können» so David.

Die Jugend im Fokus
«Wir haben gemerkt, dass wir nach ihrer obligatorischen Schulzeit etwas den Kontakt zu diesen Jugendlichen verlieren. Gleichzeitig spürten wir auch, dass die Jugendlichen gerade in diesem Alter das Bedürfnis nach einem Ort haben, wo sie sich treffen können», erklärte Marion Räber, Leiterin des Jugendhauses Oase, und führte weiter aus: «Für eine Gruppe ist der Bauwagen als Rückzugsort unglaublich wertvoll.» Der Bauwagen sei nicht nur ein Treffpunkt, sondern vor allem ein Erfahrungsfeld, in dem die Jugendlichen lernten, ihren Horizont zu erweitern und sich auf ihre unabhängige Zukunft vorzubereiten.

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